hickarus 

Gedanken | Hirngespinste | Berichte

 

 


iustismus 
11.2008
Walter Pichler  09.2012
Mobilität / SUV   12.2012
Ecodesign  12.2012 / 26.04.2014
Ruedi Arnold  23.05.2014
Milliardäre  11.11.2014
alte gelbe Bildhauerseite  11.11.2014
Penan - Waldnomaden auf Borneo
  13.12.2014
 

 

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07.11.2008
iustismus
iustus (lat. = gerecht, richtig)



Wirtschaftssystem
- anstelle von Kapitalismus und Kommunismus
Feststellungen und Antworten zur Weltwirtschaftskrise 2008

Grundlegende Feststellungen

Das "Tschernobyl der Wall Street" hat einen GAU in der Geldwirtschaft ausgelöst, der zur Weltwirtschaftskrise angewachsen ist.


Grundlegende Wirtschaftsfragen sind plötzlich brandaktuell und nur wenige kennen sich wirklich aus.

Fachbegriffe tauchen auf, die zuvor nicht allgemein bekannt waren, und einiges über die Ursachen der Krise ableiten lassen. Liquidität, Hedgefonds, Realwirtschaft, Geldindustrie, Derivate, Swaps, Bullenmarkt, usw.

Die Begriffe Realwirtschaft und Geldindustrie zeigen deutlich, dass einiges falsch läuft. 

Das Wort Realwirtschaft lässt an Irrealwirtschaft oder Scheinwirtschaft denken, und damit ist die bestehende Finanzwirtschaft exakt definiert und gleichzeitig demaskiert.

Auch die Bezeichnung Geldindustrie zeigt deutlich Fehler in unserer bestehenden Geldrechtsverfassung auf. Das Wort Geldindustrie vermittelt den Eindruck Geld sei eine Ware mit Eigenwert. Genau das ist aber der Systemfehler, Geld hat keinen Eigenwert, es ist keine Ware. Geld ist eine öffentlich rechtliche "Einrichtung", vor über 2000 Jahren erfunden, um das Wirtschaften zu erleichtern. Geld hat die Funktion, Leistungen und Werte zu tauschen, zu speichern und transportieren zu können.

Nicht die Habgier von Bankern, Managern und Geldanlegern ist schuld an der Finanzkrise, es sind die "Spielregeln" der Handhabung, das Geldrecht. Menschen die über sehr viel Geld verfügen, können ganz legal, auf Kosten aller arbeitenden Menschen, Geld manipulieren und die Weltwirtschaft ruinieren.

Istzustand

Unsere moderne Wirtschaft funktioniert nur mit Geld, sie ist davon existentiell abhängig.
Die Weltwirtschaft ist im "Würgegriff" der Geldwirtschaft.
Geld wird als Ware betrachtet und als solche ist es Privatbesitz.
Jeder kann sein Geld zurückhalten und es der Wirtschaft entziehen.
Aus Geld wird Geld gemacht, Geld "vermehrt sich" auf Kosten aller Arbeitenden.
Die Reichen werden immer reicher und Armut nimmt zu.
Ziel des Wirtschaftens ist die maximale Rendite.
Zinsen halten das Geld im Umlauf.
Die vorhandene Geldmenge stimmt meist nicht mit dem aktuellen Wirtschaftsvolumen überein.
Von der Geldwirtschaft wird jedem Arbeitenden eine große Menge seines Arbeitsertrages weggenommen.
Einen großer Teil der Steuereinnahmen verwenden Staaten für den Schuldendienst.
Fast alle Staaten sind bei der Geldwirtschaft verschuldet.
Im Kaufpreis jeder Ware und jeder Dienstleistung sind Kosten für Zinsrückzahlungen versteckt.
Arbeitsloses Einkommen ist legal.

Sollzustand

Recht auf vollen Arbeitsertrag ist garantiert.
Arbeitsloses Einkommen ist unmöglich.
Geld hat keinen Eigenwert, es ist Tauschmittel (Gutschrift) für Dienstleistungen und Produkte.
Für die Wirtschaft ist immer genug Geld vorhanden. Geldmenge wird dem Wirtschaftsvolumen konsequent angepasst.
Zurückhalten von Geld ist sehr kostspielig und dadurch unattraktiv.
Gespartes Geld ist als "Spareinlage" bei den Geschäftsbanken, diese stellen es der Wirtschaft "günstig" zur Verfügung.

notwendige Korrekturen

Geldmenge an Wirtschaftsvolumen anpassen
Umlauf des Geldes sichern

 

 

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22.09.2012
Walter Pichler ist am 16.07.2012 gestorben.
 
Im Mai 2012 versuchte ich Walter Pichler in seinem Haus in St. Martin zu besucht, leider habe ich ihn aber nicht angetroffen. Ob die Haushälterin (Nachbarin?) meine Grüße an ihn übermittelt hat?  Ich bezweifle es.
Im Mai 2003 saß ich mit Walter Pichler bei einem Glas Weißwein in seiner Stube gemütlichen zusammen.
Am 23. April 2004 führte mich Walter Pichler durch sein Atelier und am selben Tag noch schrieb ich folgende Gedankennotizen über diesen Vormittagsbesuch in mein Heft:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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14.12.2012
Mobilität

SUV (Sport Utility Vehicle)
Geländelimousinen
sollten weg von den Straßen, hinaus in bereits verwüstete Spielwiesen für Hobbyabenteurer auf übermotorisierter Suche nach dem Sinn des Daseins.



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Ecodesign



Da die meisten Waren als Massenprodukte zum Zwecke der Gewinnmaximierung angeboten werden, lautet das Prinzip der "Ramschindustie":
Möglichst viele Menschen sollen viele Dinge kaufen, die aus Sicht der Produzenten möglichst rasch in den Müll wandern sollen, um neue Produkte wieder auf den Markt bringen zu können.
Dabei spielt die Werbeindustrie eine Schlüsselrolle, die besten Psychologen entwickeln raffinierteste Konsumentenfallen.
 

Ecodesign - Ökologische Produktentwicklung will dem entgegenwirken

Produkte und Dienstleistungen müssen vom Zwang des Umsatzgewinnes befreit werden.
Damit entsteht die Möglichkeit Umweltaspekte in die Produktentwicklung einzubauen. Der gesamte Produktlebenszyklus, vom Rohstoff bis zum Produktlebensende, kann dadurch auf
Materialeffizienz,
Abfallvermeidung,
Energieeffizienz,
Langlebigkeit,
Schadstoffreduktion,
Reparaturmöglichkeit,
Recyclingfähigkeit und
soziale Verträglichkeit abgestimmt werden.
Dieses nachhaltige Design umfasst auch gesellschaftliche und ethische Fragestellungen.

 

Aufbaulehrgang "Ecodesign - ökologische Produktentwicklung" an der HTBL Hallein (Höheren Technischen Bundeslehranstalt Hallein) von 1997 bis 2005

Eröffnungsfeier Ecodesign HTL Hallein am 16. 10. 1997 um 16.00 Uhr

Festrede gehalten von Mag. Helmuth Hickmann:

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Studierende des Aufbaulehrganges Ecodesign, sehr verehrte Festgäste, sehr verehrte Ehrengäste, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Vor allem möchte ich heute meiner Freude Ausdruck verleihen über das Zustandekommen des Aufbaulehrganges Ecodesign - ökologische Produktentwicklung an unserer Schule.
Ich freue mich wirklich, denn ich bin überzeugt, daß dieser einzigartige Lehrgang eine sehr gute Sache ist.
Über die Entstehungsgeschichte dieses Lehrganges könnte sehr viel berichtet werden. Ich möchte mich jedoch auf einige wichtige Teilabschnitte beschränken, um den Rahmen dieses Festes nicht zu sprengen.

1987, also genau vor 10 Jahren, fand in Montreal eine internationale Konferenz zum Schutze der Ozonschicht statt, und 5 Jahre ist es nun bereits her, dass in Rio de Janeiro die UNO - Konferenz über Umwelt und Entwicklung abgehalten wurde.
Und vor genau 3 Jahren, im Oktober 1994, wurde In Zusammenarbeit mit der HTL Salzburg an unserer Schule  die Idee geboren, einen Ecodesign - Lehrgang für Tischler, Bildhauer und Textil Designer einzurichten. Schon längere Zeit davor waren Bemühungen des Landesschulrates und unserer beiden Schulen im Gange, Mit dem Ziel, eine Weiterbildungsmöglichkeit für lernhungrige Fachschulabsolventen zu schaffen.
Mit Hilfe der Elternvereine und durch intensiven Kontakt mit der österreichischen Wirtschaft konnte ein Lehrplan erarbeitet werden, der sowohl fachlich als auch pädagogisch den strengen Prüfungen durch das Unterrichtsministerium standhalten konnte. 

Grundlage für diesen Lehrplan war eine Studie, in der die fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichtsgegenstände von Fachexperten der verschiedenen Bereiche ausgearbeitet wurden. Das IFF, das „interdisziplinäre Institut für Forschung und Fortbildung der Universitäten Innsbruck, Klagenfurt und Wien“ hat, finanziert durch die Elternvereine, diese Studie erstellt. Diese Studie umfasste die Lehrinhalte der fachtheoretischen Unterrichtsgegenstände:
Technologie, Ökologie, Stilkunde, Kommunikation und Marketing, Produktentwicklung und Umweltrecht. Auch die Fachpraktischen Gegenstände Projektentwicklung und Werkstättenlaboratorium wurden ausgearbeitet.
Der Unterrichtsgegenstand „Stilkunde“ wurde auf Wunsch der Wirtschaftsvertreter durch das Fach „Wirtschaftliche Bildung“ ersetzt.

Der wichtigste Punkt beim Gelingen unseres Lehrgangsprojektes war sicherlich die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft.

Aus unserem Briefkontakt mit österreichischen Firmen möchte ich einige Zitate vorlesen:
...“Wir begrüßen Ihre Anstrengungen geradezu enthusiastisch“
...“Ecodesign wird immer wichtiger“
...“Gute Chancen in kleinen Betrieben“
...“Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Schule wie diese dringend notwendig ist“
...“gute Aussichten auf interessante Stellenangebote“
...“Wir sind überzeugt, dass Absolventen in innovativen österreichischen Unternehmen nachgefragt werden“   

Diese Briefe von zum teil sehr renommierten Firmen stärkten uns bei der Fortsetzung unseres Projektes. 

Ein weiterer starker Impuls entstand durch eine internationale Ecodesign Tagung in Berlin.
Entscheidungsträger aus dem Unterrichtsministerium und unserer Schule konnten sich über den neuesten Stand der ökologischen Produktentwicklung in Europa informieren. 

Der dringend notwendige ökologische Strukturwandel der Weltwirtschaft hat bereits begonnen. Umweltschutzanliegen werden in vielen Betrieben bereits als „Chefsache“ erkannt, denn der Bereich der „Ökologie“ scheint sich endgültig vom „grün-alternativen Image“ gelöst zu haben. Dabei möchte ich auf die EMAS-Verordnung im europäischen Bereich und auf die ISO 14 001- Norm auf globaler Ebene verweisen. Auch die Wirtschaftskammer Österreich setzt Schwerpunkte in ökologischer Produktentwicklung, und blättert man in Wirtschaftsmagazinen, so stößt man immer öfter auf Beiträge über „Umweltmanagement“, „Öko-Audit“, „Öko-Effizienz“ oder „Öko-Controlling“.

„Ecology Design“ also „Ecodesign - ökologische Produktentwicklung“ stellt einen äußerst zukunftsweisenden Ansatz dar, unsere Schule, unser Land, unsere Wirtschaft, und vor allem unsere Umwelt und damit wir alle werden großen Nutzen aus dieser Entwicklung ziehen.
Mit diesem Lehrgang Ecodesign wurde an der HTL Hallein ein weiterer großer Schritt in die Zukunft gesetzt.
Wir haben damit gezeigt, dass Schule bei wichtigen Entwicklungen ganz vorne mit dabei sein kann, und ich hoffe auf en Einzug der Ecodesign Prinzipien in alle Bildungsbereiche des berufsbildenden Schulwesens in Österreich.

Damit schließe ich mit einem Satz aus dem „Worldwatch Institute Report - Zur Lage der Welt 1997: „Wir können weiterhin optimistisch bleiben, dass wir es tatsächlich eines Tages erreichen werden, der zunehmenden Zerstörung unseres Planeten entgegenzusteuern und eine umweltverträgliche und nachhaltige Weltwirtschaft für unsere Kinder zu schaffen“.

In diesem Sinne bin ich froh und stolz auf diesen neuen Lehrgang Ecodesign und ich wünsche allen daran beteiligten viel Erfolg.

Hallein, am 12. 10. 1997

 


Lehrplanstudie Ecodesign - Dr. Mag. Franz Rauch

 

Persönliche Bemerkungen zur Entstehung des Aufbaulehrganges Ecodesign - ökologische Produktentwicklung an der HTL Hallein  

Im Oktober 1994 entstand die Idee eines Aufbaulehrganges ECODESIGN (auf diesen Begriff bin ich übrigens in der Zeitschrift der Salzburger Müllplattform „Einfälle gegen Abfälle“ gestoßen) und im September 1997 haben 30 Studierende mit dieser einzigartigen Ausbildung begonnen.
Diese drei Jahre waren voll von Aktivitäten und Bemühungen, die alle zusammen ausschlaggebend waren für die Verwirklichung dieses Ausbildungskonzeptes. Die doch sehr lange Vorbereitungsphase für diesen Schulversuch zeigt, wie genau und ernst dieses Vorhaben durch das Unterrichtsministerium begutachtet wurde. 

Die Ausgangssituation war hoffnungsvoll aber schwierig.
Hoffnungsvoll deshalb, weil neben dem Landesschulinspektor auch alle Mitglieder der Arbeitsgruppe relativ rasch von meinem Ecodesign Vorschlag überzeugt werden konnten und die Stellungnahmen aus der Wirtschaft überaus positiv waren.
Schwierig jedoch, weil dieser Lehrgang „kostenneutral“ sein musste, also keine zusätzliche Klasse eröffnet werden konnte, ohne eine bestehende zu schließen. Außerdem besteht an unserer Schule akuter Raummangel und die Organisationsform der HTL Hallein mit den vielen verschiedenen Abteilungen ist für das zuständige Ministerium keine bevorzugte Variante. Wenig förderlich war auch der Umstand, dass gerade in dieser Zeit die Schulleitung in Hallein neu zu besetzen war und sich dadurch nicht weniger als drei Direktoren der HTL Hallein in der Arbeitsgruppe Ecodesign ablösten. Zu diesen eher ungünstigen Voraussetzungen sah unser neues Lehrgangskonzept auch noch einen unüblichen gemeinsamen Unterricht für kunsthandwerkliche und technisch-gewerbliche Fachschulabsolventen vor. Wenn man noch bedenkt, dass Aufbaulehrgänge nur für Fachrichtungen vorgesehen sind, die im österreichischen Schulwesen bereits als 5jährige HTL existieren, so waren die Zweifel an der Genehmigung des Lehrgangs wohl mehr als berechtigt. 

Abschließend möchte ich noch einige Gründe für meinen Einsatz für den Aufbaulehrgang Ecodesign darlegen:
Mir liegt die Zukunft der Erde, oder anders ausgedrückt die Bewahrung der Natur am Herzen. Mit diesem Themenbereich beschäftige ich mich schon seit vielen Jahren. Zahlreiche Projekte konnte ich als „Umwelterzieher“ an unserer Schule organisieren und durchführen, wobei mein Engagement für die Entstehung dieses Lehrgangs sicherlich die größte Aufgabe war.
Erfreulicherweise hat sich in den letzten Jahren das Umweltbewusstsein stark geändert, vor etwa 15 Jahren habe ich noch vergeblich versucht, eine „Unverbindliche Übung - Umweltschutz" zu realisieren.
Meine Überzeugung, dass Weiterbildung und höhere Qualifikation sehr wichtige Voraussetzungen für den Werdegang eines jeden von uns sind, war ein weiterer Grund, mich für diese Ausbildung einzusetzen. 

Allen Studierenden dieses Lehrganges wünsche ich viel Erfolg und Freude für die Zukunft und hoffe, dass jeder von Euch viel Positives aus dieser Ausbildung mitnehmen konnte. Das fundierte Grundlagenwissen, das ihr euch erarbeitet habt, wird helfen, den Strukturwandel der Wirtschaft in Richtung ZUKUNFTSFÄHIGKEIT entscheidend weiterzutragen.

Hallein, am 30.03.1999
Prof. Mag. Helmuth Hickmann

 

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Ruedi Arnold

1Blick Ausstellung im Mai 2002
"Organistrukt - organische Konstruktion"

Mittwoch, 8. Mai wurde um 17.00 Uhr im Foyer der Universität Mozarteum (Mirabellplatz 1), im Rahmen einer Feier das von der Universität herausgegebene Buch von Ruedi Arnold „Vorweg und hinterher“ (Texte übers Bildermachen), - eine Sammlung  geschriebener Vorträge, Aufgabenstellungen, Katalogtexte und Vernissagereden, präsentiert.

Beim Alumnitreffen der Mozarteum BildhauerInnen am 09. Mai 2013 habe ich Ruedi Arnold für eine zweite 1Blick Ausstellung gewinnen können.
Er hat mir die geplante Arbeit genau beschrieben und sich auf die Ausstellung im Nov. und Dez. 2014 sehr gefreut.

Am 2.4.2014 ist Ruedi Arnold, mein Professor, verstorben. Die Einblick Ausstellung wird wie von R. Arnold konzipiert in den beiden letzten Monaten des Jahres 2014 posthum stattfinden.

Biografie

Ruedi Arnold wurde am 8.8.1945 in Luzern (Schweiz) geboren. Von 1962-66 erhielt er an der Kunstgewerbeschule in Luzern eine Bildhauerausbildung; 1967 ging er nach Wien zu Prof. F. Wotruba an die Akademie der bildenden Künste. Neben diesem Lehrer hat für Arnold auch A. Giacometti eine wichtige Rolle für seine künstlerische Entwicklung gespielt.

Arnold beschäftigt sich im Gebrauch verschiedener Materialienkombinationen (Papier, Draht) mit räumlichen Auffächerungen; es entsteht eine Serie der "räumlichen Durchdringungen, die wie räumlich ausgebaute Windrosen, konsolartige Platten, von kurzen Rohrstückchen durchdrungene Plättchen und aufgerissene Boxen aussehen können." (A. Rohrmoser).
Eine andere Serie, "Ikarus", die zunächst vom "Papier" und der "Verpapierung" ausging, entwickelt sich ebenfalls durch Drahtstrukturierungen zur Demonstration der Komplexität räumlicher Verhältnisse.

Die Documenta 1968 relativierte Arnolds sachliche Nähe zu seinem Lehrer Wotruba. Sein neues Feld wird die Beziehung zwischen negativ und positiv. Z.B. die "Stiege" (1969) zeigt das Experimentieren mit streng geordneten geometrischen Formen, die Arnold in Verformungseffekten verunsichert und auflöst. Seine Objekte zeigen ästhetisierte Auflösungs- und Kontrasterscheinungen: Körper mit Bruchfläche. Als Ausgangspunkt für plastische Umsetzung dient Arnold die Zeichnung.  

Als Lehrer behält sich Arnold die individuelle Auseinandersetzung mit seinen Studenten (schon bei der Aufnahme) vor. Er versucht, den Mut zum Experiment anzuregen, vor dem Dozieren bevorzugt er das selbständige Probierenlassen. Als Ziel seines Unterrichts setzt Arnold "die Gestaltung jenes Ambientes, in dem wir agieren, das unsere Handlungen erklärt und möglich macht." (Arnold in "Das Salzburger Land").  

Als Grundlage soll den Studenten das Erlernen solider, handwerklicher Fertigkeiten und die Konfrontation auch mit tradierten Techniken dienen. Arnold bekam 1974 einen Lehrauftrag an der Universität für angewandte Kunst in Wien;
1976 wurde er als Ordentlicher Hochschulprofessor für Bildhauerei an die Universität Mozarteum berufen. Von 1991/92 bis 1997/98 war Arnold Abteilungsleiter der Abteilung für Kunsterziehung (Abt. IX) an der Universität Mozarteum.

 

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Vermögen wächst und wächst: Europas Milliardäre reich wie nie

Von Apa/dpa |  |  Salzburger Nachrichten S. 20

Die Reichen werden immer reicher.  

2325 Menschen - eine Rekordzahl - besitzen ein Vermögen von 7,3 Billionen Dollar (5,65 Billionen Euro). Das geht aus einer am Mittwoch in Zürich veröffentlichten Studie der UBS in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsinformationsdienst Wealth-X hervor. Das ist ein Vermögens-Plus von zwölf Prozent. Die Summe entspricht dem doppelten Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. Sie übersteigt den Wert der Firmen im Dow Jones Index.

Dabei werden die Reichen gerade in Europa immer reicher. Mit 2,375 Billionen Dollar haben die 775 Milliardäre die Nordamerikaner beim Gesamtvermögen überholt. Die meisten Superreichen in Europa leben in Großbritannien (130), gefolgt von Deutschland (123). Die höchste Milliardär-Dichte verzeichnet das Fürstentum Liechtenstein: Fünf Superreiche unter 37.000 Einwohnern.

Der Mechanismus, dass aus Geld Geld gemacht werden kann, ist in den Gesetzen so vorgesehen.
Nicht die tüchtigen Reichen vermehren ihr Vermögen, unsere Gesetze ermöglichen das, und wir alle sind damit einverstanden!?

 

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Alte gelbe Bildhauerseite



Die vom Server der HTL Hallein entfernten Dateien der Abteilung Bildhauerei (Jahre 2000 bis 2011) der "alten gelben Bildhauerseite" können bei HICKARUS wieder eingesehen werden.

 

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Penan - Waldnomaden auf Borneo